Workshops
Es wurden sechs Workshops angeboten, in denen zumeist auch die engagierten Menschen mit Behinderung selbst ihre Projekte vorstellten.
Eine weitere Workshoprunde gab es mit Vertreterinnen von vier örtlichen Freiwilligenagenturen.
Menschen mit geistiger Behinderung engagieren sich im Naturschutz: eine bundesweite Freundschaft zwischen lokalen Partnern
Eine Zusammenarbeit zwischen der Bundesvereinigung Lebenshilfe und EUROPARC Deutschland (s. Box rechts) erleichtert das Naturschutz-Engagement interessierter Menschen mit geistiger Behinderung, indem sie lokale Partnerschaften zwischen Lebenshilfen und Schutzgebieten anregt. Eine solche vor-Ort-Kooperation existiert auch zwischen dem Lebenshilfe-Werk Waldeck-Frankenberg und dem Nationalpark Kellerwald-Edersee.
Es berichteten aus dem Lebenshilfe-Werk: Wolfgang Lassek, Projektleiter Freiwilligenmanagement (
Präsentation (pdf - 63.8 KB)), Martina Fackiner, Freiwilligenkoordinatorin (
Präsentation (pdf - 999.2 KB)), und die ganze Gruppe der freiwillig Engagierten.
Kerstin Emonds, Projektkoordinatorin bei EUROPARC Deutschland, stellte den bundesweiten Zusammenhang dar (
Präsentation (pdf - 657.7 KB)).
Geistig behindert? Das hindert uns doch nicht am Engagement! Die Gruppe gab, direkt auf der Tagung, auch ein
Radio-Interview, gesendet am 23.2.10 in hr4.
Quelle: Hessischer Rundfunk
Teilhabe mal ganz praktisch: Bürgerschaftliches Engagement von Menschen mit geistiger Behinderung in der Region Siegen
Armin Herzberger von der Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen und Erika Schmidt, Nutzerin des Ambulant Unterstützten Wohnens (Frau Schmidt hatte auch schon unsere Tagung eröffnet), koordinieren die verschiedenen Ehrenamtsprojekte des Lebenshilfe Centers Siegen, in denen Menschen mit und ohne geistiger Behinderung aktiv sind. Im Workshop stellten sie die Projekte gemeinsam vor: NETI, den Netphener Tisch für Menschen mit wenig Geld (Mittagstisch und Lebensmittelausgabe); NEPUMUK, die Netphener Purzelgruppe für Mutter, Vater und Kind (Kinderbetreuung) u.v.m. Dokumentationen und weitere Infos zu den Projekten finden Sie
hier und
hier.
Am 22.05.2010 wurde im ZDF in der Sendung "Menschen - das Magazin" über das Projekt "Netphener Tisch" berichtet. Wenn Sie sich den Beitrag aus der ZDFmediathek ansehen möchten, klicken Sie bitte hier.
Besondere Offenheit: Engagementvermittlung für Menschen mit Behinderungen
Aloys Bushuven, Leiter des Freiwilligen Zentrums Mönchengladbach, berichtete über das Caritas-Projekt
Funambulus®, das psychisch kranken Menschen Engagementmöglichkeiten aufzeigt und bei der Vermittlung hilft. Durch den ehrenamtlichen Einsatz ergeben sich oftmals ein neues Selbstbewusstsein und neue Perspektiven für die erkrankten Menschen.
Präsentation (pdf - 77.8 KB)
Modell Tandem: Engagement auf Augenhöhe
Das Beispiel INAS-FID Fußball WM 2006 und mehr…
Wolfgang Vogler, ehemals Freiwilligenkoordinator in der Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen, stellte den Einsatz von Freiwilligen bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Menschen mit geistiger Behinderung 2006 vor. Damals spielte die Tandem-Praxis (gemeinsames Engagement von Menschen mit und ohne Behinderung) eine große Rolle.
Die Tandem-Idee hat sich mittlerweile bewährt und wird auch auf viele andere Bereiche angewendet: Nicole Neumann, hauptamtliche Mitarbeiterin im Lebenshilfe Center Gelsenkirchen, hat in der Beratung von behinderten Menschen kompetente Begleitung, denn Monika Hupe, die selbst geistig behindert und auch im Lebenshilfe Rat NRW tätig ist, steht ihr ehrenamtlich zur Seite. Das Team trug seine Erfahrungen vor.
Präsentation (pdf - 1.6 MB)
Mitten in und für die Gemeinde: Bürgerschaftliches Engagement von Menschen mit geistiger Behinderung in Treffpunktcafés
Das
Café Flandern der Lebenshilfe Esslingen ist ein ehrenamtlich geführtes Treffpunktcafé mit zwei Besonderheiten. Erstens: auch Menschen mit geistiger Behinderung sind in der Küche und im Service aktiv. Zweitens: Dies geht so gut, weil sie dort - wieder das Stichwort Tandem - mit wechselnden Ehrenamtlichen-Gruppen verschiedener Esslinger Vereine und Kirchen zusammenarbeiten. So entsteht ein Netzwerk in der Gemeinde!
Neben vielen anderen geistig Behinderten engagiert sich auch Manfred Hofmann im Café. Gemeinsam mit Dietmar Smetana, Geschäftsführer der Lebenshilfe Esslingen, gestaltete er den Workshop.
Online-Volunteering: ein neues Engagementfeld ohne Barrieren
Engagement durch's Internet? Man kann sich vorstellen, dass das eine tolle Sache für Menschen mit körperlicher Behinderung ist - aber ist das auch was für Menschen mit
geistiger Behinderung? Welche Möglichkeiten könnte es geben, welche Schwierigkeiten tauchen auf, und gibt es gar schon Beispiele? Im Workshop surfte Hannes Jähnert, Dozent an der Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland, informativ durch's Thema. Seine Auswertung und weitere nützliche Infos gibt es
hier.
Workshoprunde Freiwilligenagenturen
Wo könnten sich Menschen mit geistiger Behinderung besonders gut, leicht, sinnvoll betätigen – wie fängt man’s an vor Ort? Wir hatten dazu Expertinnen aus den "Regelstrukturen" des Freiwilligenengagements eingeladen: Vertreterinnen von Freiwilligenagenturen aus verschiedenen Regionen brachten ihr Wissen und ihre Erfahrungen ein - und bekamen selbst neue Perspektiven auf eine interessante Gruppe von potenziellen Engagierten!
Nicole Marcus von der Freiwilligenagentur Halle (Saale)
Workshopergebnisse (pdf - 39.4 KB)
Doris Heineck, Leiterin der Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf
Workshopergebnisse (pdf - 31.2 KB)
Katharina Höckh, Mitinitiatorin der Freiwilligenagentur Balingen
Workshopergebnisse (pdf - 8.9 KB)
Monika Nitsche, Leiterin der Freiwilligenagentur Tatendrang München (
Organisationsstruktur (pdf - 73.6 KB))
Workshopergebnisse (pdf - 48.4 KB)