Lebenshilfe NRW beim Karstadt-Marathon
Laufend Verbindung herstellen
Es spielt sich Merkwürdiges ab.
Eine erste Szene: Zwei Zuschauerinnen, die 2007 im Team waren, aber sich nun, im Jahr 2008, nicht angemeldet hatten, werden kurz vor dem Start unruhig, fragen, ob noch Startnummern übrig sind, reißen den Organisatoren diese förmlich aus der Hand, leihen sich Laufkleidung von verschiedenen Teilnehmern zusammen - und sind pünktlich zum Startschuss einsatzbereit.
Eine zweite Szene: Miriam, Bewohnerin der Lebenshilfe-Wohnstätte in Gelsenkirchen, hat es schnaufend und keuchend ins Ziel geschafft und schimpft lautstark: "Nie wieder lauf' ich mit!" Und ihr zweiter Satz nach kurzer Atempause: "Trainieren wir morgen wieder?"
Was ist da los? Die Menschen können es offensichtlich nicht lassen - haben wir es mit abhängig machender Materie zu tun?
So ist es! Es handelt sich um den Karstadt-Marathon, der im Mai 2008 zum 5. Mal stattfand. Das sportliche Großereignis im Ruhrgebiet zog wieder 720.000 Zuschauer und fast 20.000 Aktive an.
Das Besondere: Am "Firmenlauf" - einer der 16 angebotenen Disziplinen beim Karstadt-Marathon - nimmt seit 2005 auch die Lebenshilfe teil. Über 200 Läufer aus 10 nordrhein-westfälischen Lebenshilfen waren diesmal auf der 5 km langen Strecke dabei.
Nicole Neumann vom Lebenshilfe-Center Gelsenkirchen, die zusammen mit dem Landesverband NRW dieses "Event im Event" organisiert, führt drei Faktoren der Karstadt-Marathon-Sucht der Lebenshilfler auf:
1. Er ist Öffentlichkeit pur.
2. Er verbindet die Menschen.
3. Er ermöglicht soziales Engagement.
Bitte lesen Sie in Ihrem eigenen Interesse unbedingt weiter!