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Was ist der Fußballtreff?

Fußballtreff Gütersloh

Der Fußballtreff der Lebenshilfe Gütersloh ist ein Produkt der Euphorie, die während der Weltmeisterschaft 2006 herrschte. Natürlich haben wir alle gemeinsam so manches Spiel am Fernseher verfolgt. Schnell stellte sich bei unseren Bewohnerinnen und Bewohnern im stationären Wohnbereich der Wunsch ein, in ein Stadion zu fahren und live ein Spiel zu verfolgen. Eine hauptamtliche Mitarbeiterin übernahm die Organisation und fuhr mit einigen Kolleginnen und Kollegen und den Bewohnerinnen und Bewohnern zu mehreren Bundesligaspielen.
Die Nachfrage und das Interesse wuchsen stetig. In der Werkstatt wurde natürlich unter den Beschäftigten über das Projekt geredet. Und so kam es, dass es immer wieder auch Anfragen von interessierten Fußballbegeisterten außerhalb der Lebenshilfe Gütersloh gab. Irgendwann waren die Fahrten vom Wohnbereich organisatorisch nicht mehr zu tragen und wir gründeten den Fußballtreff: Losgelöst vom stationären Wohnbereich ist er nun offen für alle!

Fußballtreff Gütersloh
Es kam natürlich die Frage der pädagogischen und pflegerischen Begleitung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf. Ehrenamtliche waren allerdings schneller gefunden als gedacht! Es gibt anscheinend eine Menge Fußballbegeisterte mit sozialem Background. Wir haben ehemalige Zivildienstleistende genauso für das Projekt begeistern können wie Sozialarbeiter oder Pädagogen und Psychologen. Aber auch Menschen aus Berufsgruppen, die überhaupt nichts mit dem sozialen Bereich, geschweige denn mit behinderten Menschen zu tun haben. Es kommt auf soziale Kompetenzen an, und nicht auf den Ausbildungsberuf. Ganz wichtig ist hierbei die Begeisterung für Fußball! Es nützt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern überhaupt nichts, wenn der Begleiter zwar formvollendet ihre Windeln wechseln kann, doch es ihm im Stadion zu laut, zu kalt, zu langweilig ist und er sich die ganze Zeit fragt, warum 22 Leute hinter einem Ball her rennen. Die Begeisterung für Fußball verbindet die Menschen.  
Fußballtreff Gütersloh
Im Jahr 2007 waren wir unter anderem bei drei Spielen der deutschen Nationalmannschaft. Manchmal fahren wir mit ein bis zwei Kleinbussen zu den Spielen oder aber mit einem ganzen Reisebus - so geschehen zum Länderspiel Deutschland gegen Zypern im November 2007 nach Hannover. Ein bunt gemischter Haufen von fußballbegeisterten Menschen setzte sich an dem Tag in Bewegung. An Bord waren Geschwister und Eltern, haupt- und ehrenamtliche Begleiter und behinderte Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeglicher Assistenzstufe. Integrativ Gemeinsamkeiten entdecken - das hätte das Motto sein können! Am schönsten ist es, die Hilfsbereitschaft und Kontaktfreudigkeit innerhalb der Stadien mitzuerleben. Das ist Teilhabe am öffentlichen Leben. Gemeinsam im Stadion stehen und die Mannschaft anfeuern. Sich gemeinsam ärgern, freuen, aufregen und jubeln! In diesen Momenten verschwimmen sämtliche Unterschiede zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen.
...und hier geht es weiter mit einigen Tipps zur Durchführung eines Fußballtreffs.
 
 
 
 

Berufsvorbereitendes Soziales Jahr bei der Lebenshilfe!
Eine Orientierung zwischen Schule, Ausbildung und Beruf

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