Zwei gute Ideen treffen sich ...
Am Anfang des Engagements in den Naturlandschaften stand eine Initiative von EUROPARC Deutschland - dem Dachverband der Natur-, Nationalparks und Biosphärenreservate in Deutschland - und der Bundesvereinigung Lebenshilfe.
Beide Vereinigungen unterhalten Büros zur Stärkung des freiwilligen Engagements in ihren Mitgliedsorganisationen - und so war eine Zusammenarbeit schnell aufgebaut:
"Freiwillige in Parks" und
"Lebenshilfe aktiv" warben gemeinsam in Schutzgebieten und benachbarten Lebenshilfen für die Gründung lokaler Kooperationen.
Auf Anhieb fanden sich gleich sieben
Partnerschaften vor Ort (pdf - 4.5 KB) (und mittlerweile sind es schon zehn, elf, nein fünfzehn Standorte, die mitmachen, mitgemacht haben oder gerade ihren Kontakt aufbauen, Stand September 2011)!
Kein Wunder, denn schließlich waren es zwei gute Ideen, die hier zusammentrafen. Die Schutzgebiete sollen Hort und Entwicklungsgebiet für Tiere und Pflanzen sein, aber - so das Credo der Parks - auch Orte der Begegnung für die verschiedensten Menschen, die das Interesse und das Engagement für die Natur eint.
Das passte gut zur Haltung vieler Menschen mit Behinderung heute, die sich im Sinn einer voller Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und eines aktiven Bürgerstatus’ nicht mehr nur als Empfänger von Hilfe verstehen, sondern sich auch selbst für eine gute Sache einsetzen möchten.
So wurde eine „konzertierte Aktion“ in allen an der Kooperation beteiligten Standorten für den 9. Mai vorbereitet -eingebettet in den allgemeinen Ehrenamtstag der ARD, an dem die interessierte Öffentlichkeit ohnehin auf das Thema des bürgerschaftlichen Engagements schaute.
Menschen mit geistiger Behinderung sind „mittendrin“ und haben auch etwas beizutragen! Diese Botschaft kam an, wie das vielfältige Echo der lokalen Medien auf den Einsatz der Lebenshilfler in den Naturlandschaften zeigt. Stöbern Sie
hier im Pressespiegel zum Aktionstag.
Doch der Tag in den Schutzgebieten war nur ein zarter Beginn! Mit so viel Stolz, Spaß und Geschick waren die neuen Freiwilligen bei der Sache, dass nun überall vor Ort weitere Aktionen oder gar ein dauerhaftes Engagement in Planung sind: etwa die Übernahme einer Patenschaft für Obstbäume und Wanderwege oder die regelmäßige Mahd einer Wiese, die man am 9. Mai in Schuss gebracht hatte. Die Northeimer Lebenshilfler werden in Zukunft regelmäßig einen Tag lang im Harz tätig sein, und das Lebenshilfe-Werk Waldeck-Frankenberg möchte nach dem gelungenen Auftakt im Mai Freiwillige „mit ohne Behinderung“ einsetzen, die sich im Tandem mit den behinderten Naturschützern mehrmals im Jahr im Nationalpark Kellerwald-Edersee engagieren. Und das sind nur einige der vielen Ideen, die schon am Abend des 9. Mai ausgetauscht wurden...
Ein Tag, der weiter wirkt -
... und weiter wirken soll:
Können Sie sich vorstellen, dass auch die behinderten Menschen in
Ihrer Lebenshilfe Interesse an ehrenamtlicher Arbeit im Naturschutz haben? Oder dass in Ihrem Schutzgebiet genau
solche Einsätze behinderter Menschen eine Bereicherung und gute Unterstützung Ihrer Arbeit wären?
Dann nehmen Sie Kontakt zu uns (pdf - 5.3 KB) in der Bundesvereinigung Lebenshilfe oder bei EUROPARC Deutschland auf:
Wir helfen Ihnen gern bei der Vermittlung Ihres Kooperationspartners vor Ort!