Motiv FreiZeit
 

Das Mittelschiff: Sinn und Spaß

Wenn man Erika fragt, warum sie so viel Arbeit in den Netphener Tisch steckt, sagt sie „Na, ich will eben helfen, das ist klar für mich, das will ich immer“ - die Antwort, die alle ehrenamtlich Tätigen geben, wenn man sie mit der Frage nach den Motiven für ihr Engagement überrascht. 

Urkunden für Engagierte beim Offenen Ehrenamtler-Treffen im Lebenshilfe-Center
Urkunden für Engagierte beim Offenen Ehrenamtler-Treffen im Lebenshilfe-Center
Auch für Armin Herzberger ist dieses „Wie alle“ das Motto, das über dem ganzen Projekt NETI stehen könnte: Es ist doch eigentlich normal, wenn auch Menschen mit geistiger Behinderung sich für Andere einsetzen! „Volle gesellschaftliche Teilhabe ist für mich klar definiert: Menschen mit Behinderung sollen ein Leben leben können, das sie leben würden, wenn sie keine Behinderung hätten. Es bedeutet, dass sie in ihrer örtlichen Gesellschaft leben, wohnen, arbeiten und sich erholen, dabei von dieser örtlichen Gesellschaft unterstützt werden und wohlgemerkt diese örtliche Gesellschaft selbstverständlich auch unterstützen. Sie haben die Position eines vollwertigen Bürgers mit den gleichen Rechten und Pflichten wie jeder andere auch.“
ff
Bürgerpflicht also – doch dass diese in Netphen nicht als trauriger Zwang verstanden wird, merkt man sofort an der Stimmung der Gäste. Sie freuen sich über die Lebensmittel - "wenn man nicht so viel Rente hat, ist das immer ganz klasse“ -, doch genau so wichtig ist ihnen, wie sie ihnen angeboten werden: Bei NETI fühlt man sich nicht als Bittsteller: „Man wird hier herzlich empfangen.“
ff

Die Freundlichkeit liegt wohl an der Haltung der NETI-Macher zu ihrem ehrenamtlichen Job; jeder sieht genau, was er selbst von seiner Arbeit hier hat - auch wenn es mal stressig wird. Dabei ist die Herausforderung für die meisten das Wichtigste: Es herrscht einmal nicht die gewohnte Routine, im Kontakt mit den unterschiedlichen Gästen müssen immer neue Situationen bewältigt werden: „Ich arbeite nun schon über 20 Jahre in der Werkstatt“, so erzählt jemand, „so lange, dass ich dafür schon eine Rente erhalte. Fürs Geld brauche ich eigentlich nicht mehr hin zu gehen. So richtig Lust hab ich keine mehr. Immer die gleiche Arbeit, immer die gleichen Leute, immer der gleiche Streit. Ich wollte mal was anderes arbeiten. Etwas, wo Abwechslung dabei ist, was Leuten nutzt und einen Sinn hat.“ Alexandra bringt es auf den Punkt: "Mal dies, mal das, mal spüle ich, mal koche ich Kaffee, immer was anderes. Spaß macht es!“

„Immer mit Menschen zu tun zu haben“ finden auch Marita und Mario interessant an ihrer Tätigkeit bei NETI. Selbstbewusst sagen sie: „Wir könnten viel mehr!“ Und inzwischen haben sie immer mehr Gelegenheit, dies zu zeigen: Denn ausgehend von NETI griff sie in Netphen um sich, die Poesie des Alltags... Lesen Sie hier mehr.

NETI findet jeden 2. und 4. Dienstag im Monat von 16.30 - 18.00 Uhr statt, im Foyer der Georg-Heimann-Halle in der Jahnstraße. Und vorher ist noch "Mittagstisch" ab 12 Uhr. Kommen Sie doch mal vorbei!
Kontakt: Armin Herzberger oder Yvonne Veyhl, Tel. 0177/2168555 oder 0177/2168011, Email her@lebenshilfe-nrw.de oder vey@lebenshilfe-nrw.de.

 
 
 
 

Berufsvorbereitendes Soziales Jahr bei der Lebenshilfe!
Eine Orientierung zwischen Schule, Ausbildung und Beruf

www.bsj-lebenshilfe.de

 
 
 
© 2007-2008 Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.