Von Mäusen und Nüssen
Ob sie sich hier versteckt?
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Haben Sie schon einmal eine Haselmaus gesehen? Nein? Kein Wunder! Denn die Haselmaus, eine Verwandte des Siebenschläfers, ist nur 7 cm groß, sie ist sehr scheu, und vor allem: Sie ist selten, in Thüringen ist sogar ihr Bestand gefährdet.
Aus diesem Grund haben NABU und NAJU Thüringen und das naturkundliche Museum Mauritianum Altenburg im Herbst 2009 das Projekt "Nussjagd" initiiert. Das Konzept - ursprünglich aus England stammend und hier in Deutschland erstmalig in Sachsen erprobt - beruht auf der indirekten Beobachtung der Haselmäuse: In Vorbereitung auf den Winterschlaf fressen sie Haselnüsse zuhauf und hinterlassen dabei Fraßspuren an den Fruchtschalen, die charakteristisch für sie sind und daher zuverlässig die letzten Rückzugsgebiete der kleinen Tiere verraten. Schulklassen, Kindergruppen und Familien beteiligen sich an der Nussjagd: Sie sammeln die Schalen, Experten bestimmen, ob es Haselmäuse waren, die sie angenagt haben: und schon weiß man, wo genau sich gezielte Aktivitäten zum Artenschutz lohnen.
Viele Menschen arbeiten zusammen, um möglichst viel zu erreichen - das ist das Motto der Naturschutzaktion. Und an dieser Stelle kommt nun die Thüringer Lebenshilfe ins Spiel. Möchten vielleicht auch interessierte Werkstattbeschäftigte an der Nussjagd teilnehmen? Natürlich - das ist
eine Möglichkeit. Doch Frank Jung, Leiter der Lebenshilfe-Werkstatt "Pleißenaue" in Altenburg, und Patricia Kanter vom Begleitenden Dienst der Werkstatt hatten noch eine andere Idee. Zu den Schutzmaßnahmen für die bedrohte Haselmaus gehört neben dem Pflanzen von Hasel- und Beerensträuchern auch das Anbringen von speziellen Holz-Wohnkästen an umliegenden Bäumen. "Diese Kästen könnten doch unsere Sache sein!"
Gedacht, gemacht. Thüringer warten nicht lange, wenn es etwas zu tun gibt!
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