Motiv Frei.Zeit.
 

Gesucht und gefunden

Liebe Frau Ramspeck, Sie kümmern sich in der Lebenshilfe Trier um die Öffentlichkeitsarbeit und können uns berichten, wie die Lebenshilfe ihre Teilnahme am Trierer Engagementtag vorbereitet hat. Meine erste Frage ist:  Wie haben Sie von dem geplanten Tag erfahren, und war es für Sie gleich klar, dass Sie mitmachen möchten?
"Im August sind wir von der städtischen Ehrenamtsagentur zur Teilnahme eingeladen worden. Wir haben dann in unseren neun Einrichtungen (Kindertagesstätten, Porta-Nigra-Schule, Tagesförderstätte, Wohnheime mit Außenwohngruppen, Familienentlastender Dienst und Ambulante Wohnassistenz) mögliche Projekte abgefragt und hinsichtlich der Bedingungen an TAT ausgewertet. Gefragt waren Projekte, die an einem Ehrenamtstag ausgeführt werden können. Wir haben uns für das Garten-Projekt entschieden, weil gleich drei Einrichtungen einen Nutzen davon haben."

Wie haben Sie Ihren Kooperationspartner, das Forstamt Trier-Quint, dann gefunden?
"Nachdem wir uns für das Projekt entschieden hatten, haben wir uns mit dem Projekt zur Teilnahme angemeldet. Die Veranstalter haben dann im November zur Vorbereitung des Engagementtages eine Kontaktbörse organisiert."  
Tafel Gesucht - Gefunden, Projektbörse zum Trierer Engagementtag 2008

Wie haben Sie sich auf der Börse präsentiert - mussten Sie da etwas Besonderes "bringen"? Und hat es lang gedauert, bis Sie an den passenden Partner  kamen?
"Wir haben unser Projekt auf einer Stellwand mit Collagen dargestellt. Für Interessenten hatten wir ein Handout vorbereitet. Für den Partner muss nachvollziehbar sein, welche Erwartungen er erfüllen soll. Gleichzeitig muss er sich angesprochen und eingeladen fühlen, sein Engagement genau hier einzubringen." 

Wie ging es dann weiter; was gab es im Vorfeld des Engagementtages zu tun?
"Gut war, dass wir uns schon vorher mit den Helfern abgesprochen hatten und uns auch schon einmal mit ihnen getroffen hatten. In unserem Fall war das besonders wichtig, da im Garten ein passender Platz für die Sitzgruppe gefunden werden und noch ein Baum zurückgeschnitten werden musste - das kann man nicht alles an dem einen Tag machen. Aber auch für andere Projekte ist eine gute Vorbereitung im Vorhinein sicher hilfreich."

Und am Tag selbst...
"...war es eine Selbstverständlichkeit, dass wir für unsere Helfer gut gesorgt haben, mit Getränken, Kaffee, Suppe, Kuchen und Brötchen und einem Mittagessen. Schließlich läuft ja auch in den Pausen immer viel Interessantes... 

Bestimmt gibt es eine Wiederholung des Trierer Engagementtages: Beteiligen Sie sich wieder?
"Mit Sicherheit. Wir haben noch so einige Pläne für Projekte, die man an einem Tag durchführen könnte, wenn man Partner hätte; z.B. die Sinnesobjekte im Garten, eine Fahrrad- und Rollerwerkstatt, eine Nähwerkstatt u.a. Und schließlich ist die Öffnung in die Gemeinde, der Kontakt zur Wirtschaftswelt, zu Mitarbeitern aus Behörden und Unternehmen, auch ein Wert an sich. Ich kann eine Teilnahme nur empfehlen!"

Und wenn es keinen Social Day in der Stadt gibt? 
"Man kann ja auch einen anregen. Vielleicht brauchen Stadtverwaltung oder örtliche Freiwilligenagentur einfach Hinweise von den ansässigen Organisationen, dass Bedarf und Interesse an einem solchen Aktionstag vorhanden sind. In vielen Städten - und nicht nur in den ganz großen Metropolen - sind Social Days schon etabliert, wie z.B. in Wiesbaden oder Mainz und jetzt Trier. Vielleicht ist Ihre Stadt ja auch bald so weit!" 

Kontakt: Doris Ramspeck, Lebenshilfe Trier, Tel. 0651/463972-25, Email: doris.ramspeck@lebenshilfe-trier.de 


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Berufsvorbereitendes Soziales Jahr bei der Lebenshilfe!
Eine Orientierung zwischen Schule, Ausbildung und Beruf

www.bsj-lebenshilfe.de

 
 

Übrigens: So ein "Social Day" kann auch helfen, wenn Menschen mit geistiger Behinderung Anderen helfen möchten: Beim TAT-Tag 2010 am 7. Mai begleiteten Schüler der Porta-Nigra-Schule Mitarbeiter des Forstamtes und stellten in Trierer Kitas Gartenmöbel auf!

Mehr zum freiwilligen Engagement von Menschen mit geistiger Behinderung finden Sie hier in unserer Tagungs-Dokumentation "Alle brauchen alle".

 
 
 
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